Methodik für Backtest, Replay und Vorwärtstest
Diese Methodikseite beschreibt, was ein Test dokumentieren muss, warum berichtete Kennzahlen abgewertet werden und welche Angaben eine Aussage überhaupt überprüfbar machen.
AufbauwissenGlossar und Grundlagen
Begriffe werden mit Grenzen, Ausführungsrisiken und Primärquellen erklärt. Das Glossar ersetzt keine Prüfung der konkreten Regeln deines Brokers oder Handelsplatzes.
Quellen technisch geprüft
19 Begriffe. Jeder Eintrag nennt seine Quelle und verlinkt die Lektion, in der der Begriff hergeleitet wird.
Ein gleitender Durchschnitt mittelt vergangene Kurse über eine feste Periodenlänge; seine Verzögerung ist Teil der Definition, nicht ein Mangel.
Der Handelskalender eines Handelsplatzes nennt Feiertage, verkürzte Handelstage und Auktionszeiten – sie erzeugen Lücken und ungewöhnliche Intervalle.
Bei einer Iceberg-Order ist nur ein Teil der Gesamtmenge sichtbar; die angezeigte Menge an einem Preis kann deshalb kleiner sein als die tatsächliche.
In-Sample bezeichnet den Datenbereich für die Parameterwahl, Out-of-Sample den davon getrennten Bereich, auf dem geprüft wird.
Die Invalidierung ist der vorab benannte, beobachtbare Punkt, an dem eine Handelsidee nicht mehr zutrifft – unabhängig vom Kontostand.
MBO ist ein orderbasiertes Datenformat mit einzelnen Orders über alle Preisebenen, MBP ein preisbasiertes Format mit höchstens zehn aggregierten Ebenen.
Eine Marktphase ist eine Beschreibung der vergangenen Kursstruktur nach vorab festgelegten Kriterien – einschließlich der Kategorie „unklar".
Eine No-Trade-Regel ist eine vorab benannte Bedingung, unter der auch bei erfülltem Setup keine Position eröffnet wird.
Die Positionsgröße ist das Ergebnis einer Rechnung aus Risikobudget, Stopdistanz, Punktwert und Kosten – keine Vorgabe, aus der der Stop abgeleitet wird.
Im Börsenhandel werden zuerst die besten Limits berücksichtigt; bei gleichem Limit wird zuerst ausgeführt, was früher im System eingestellt wurde.
Der Punktwert übersetzt eine Kursbewegung von einem Punkt in einen Geldbetrag je Einheit und ergibt sich aus Tickgröße und Tickwert.
Regelqualität bewertet, ob die eigenen Regeln eingehalten wurden – ausdrücklich getrennt vom Ergebnis eines einzelnen Versuchs.
Slippage ist die Differenz zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ausführungskurs einer Order und gehört in jede Kostenannahme.
Der Spread ist die Differenz zwischen dem besten Kauf- und dem besten Verkaufspreis und wirkt als sofortiger Kostenbestandteil jeder Position.
Eine Stop-Order wird erst nach Erreichen eines festgelegten Kurses aktiv; Ausführungspreis und Stopkurs können dabei voneinander abweichen.
Ein Swingpunkt ist ein nach fester Regel bestimmtes lokales Hoch oder Tief; seine Bestätigung tritt erst mit Verzögerung ein.
Bei einer Teilausführung wird eine Order nur teilweise ausgeführt; ob dabei mehrfach Gebühren anfallen, entscheidet das jeweilige Institut.
Überanpassung entsteht, wenn Parameter so lange an vergangene Daten angepasst werden, bis das Ergebnis gefällt – ohne Prüfung auf nicht verwendeten Daten.
Ein Volumenprofil verteilt gehandelte Mengen auf Preisbereiche; fünf dokumentationspflichtige Entscheidungen bestimmen, wie es aussieht.
Methodik und Einordnung
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